Schicht durch Schachtar

Eigentlich gibt es für dieses Spiel nur zwei Möglichkeiten, warum es so gelaufen ist,  wie es gelaufen ist.

Die eine: Das Ganze war ein höchst perfider Plan des FC Schalke 04. Und dieser lautet  Champions-League Qualifikation. Um diese zu ereichen, gibt es für Schalke zwei Optionen: die Europa-League gewinnen. Ist eher unwahrscheinlich. Dazu sind zu viele gute Gegner im Wettbewerb und es kann in zwei K.O.-Spielen einfach viel passieren.
Die andere ist es, Platz 3 oder 4 in der Bundesliga zu erreichen. Der Rückstand beträgt einen bzw. zwei Punkte. Das ist durchaus noch machbar, vor allem bei noch 12 verbleibenden Spielen. Und wenn englische Wochen, Reisen durch Europa und die nur kurzen Regenerationspausen wegfallen, erhöht das die Wahrscheinlichkeit dieses Ziel zu erreichen. Das Aus im Pokal gegen Gladbach war vermutlich auch nur Teil dieses Plans. Alles wird dem Erreichen der Königsklasse untergeordnet. Das ist die eine Möglichkeit.

Die andere ist, dass dies ein absolut lustloser, absolut uninspirierter und absolut peinlicher Auftritt der Knappen war. Abgesehen von einer kurzen guten Anfangsphase gab es keine Ansätze, die Hoffnung vermitteln konnten. Nach dem ersten Gegentor wurden die Spieler erst recht nervös und brachten nach vorne kaum noch etwas zustande.

Der eigentliche Fels der Abwehr, Joel Matip: patzte. Gleich zweimal.Sané: ist völlig überspielt und strahlt keinerlei Spritzigkeit mehr aus.
Goretzka mit Fehlpässen, die er eigentlich nie spielt. Und jetzt noch dazu wirklich verletzt.
Die Stürmer Hunterlaar und di Santo: Moment? Welche Stürmer? Die haben gespielt?

 

Es gibt zwei Optionen: Und welche trifft zu?

Aus, aus, auuuus!

Das Theater ist aus. Nach wochenlangem Herumgeeiere ist es endlich fix: Christian Heidel kommt im Sommer zum FC Schalke 04 und beerbt Horst Heldt. Heidel ist das Gesicht des FSV Mainz 05, den er mit guten Ein- und Verkäufen zu einem stabilen Bundesligisten gemacht hat. Letzteres ist S04, aber gute Ein- und Verkäufe können die Königsblauen auch gebrauchen. Die Aufsichtsratssitzung wurde wohl auch nicht für einige Minuten unterbrochen. Ach ja, und Fußball wurde am Sonntag auch noch gespielt.

Stuttgart war die Mannschaft der Stunde – vor Wochen noch ein fast sicherer Absteiger, jetzt kratzt der VfB bald schon an den Europa-League-Rängen.
In der ersten Halbzeit attackierte der VfB hoch, Schalke konnte aber damit relativ gut umgehen. Stuttgart kam selten gefährlich vor das Tor. Schalke machte nach einem tollen Kopfball von Belhanda das 1:0 und verlegte sich auf’s Kontern – mit mäßigem Erfolg.
Schon früh musste Choupo-Moting ausgewechselt werden, für ihn kam Sané. Dass der eine Pause allerdings dringend nötig hat, zeigte sich dann vor allem in der 2. Halbzeit. Statt genialer Momente produzierte er vor allem Fehlpässe. Das ansich ist kein Problem, nach seiner tollen Hinrunde ‎muss man ihm das auch zugestehen. Allerdings agierte fast die gesamte Mannschaft in der zweiten Hälfte fahrig und konnte sich bei Ralf Fährmann bedanken, dass das Spiel nicht verloren ging. Ach ja, und bei Caicara, der Neustädters verunglückten Klärungsversuch von der Linie kratzte.
Somit bleiben die guten Nachrichten, dass das Spiel Remis ausging, und die, dass hoffentlich mit der Verpflichtung von Heidel ein guter Coup gelungen ist.
Und für heute Abend nehm ich mir mal ne kurze Auszeit 😉

Wäre das Spiel eine Floskel…

… würde es wohl „Ein Unentschieden der besseren Art“ heißen. Denn das war es in Teilen auch. Es gab gute Torchancen auf beiden Seiten, tolle Paraden und sogar einen indirekten Freistoß – vermutlich einer der wenigen im Sechzehntelfinale der Euro-League.

Etwas überraschend musste Huntelaar auf der Bank Platz nehmen – für ihn rückte Choupo-Moting ins Sturmzentrum. Der war ganz gut in das Spiel eingebunden, was man vom „Hunter“ in letzter Zeit selten behaupten konnte. Allerdings stand Choupo-Moting eben auch selten da, wo ein Stürmer zu stehen hat… Hatte Donezk den Ball liefen er und Belhanda den Gegner an. Ach ja, Belhanda – er machte häufig den Eindruck eines Hasen, bei den vielen Haken, die er schlug. Er hatte mehrmals die Führung auf dem Fuß, doch auch er konnte den Ball nicht im Tor unterbringen, ebensowenig wie Sané, der zwei gute Kopfballchancen hatte.

Doch Schachtjor war auch immer wieder gefährlich, Fährmann parierte zwei-, dreimal sehr gut und bewahrte S04 vor dem Rückstand. Den indirekten Freistoß hätte Geis auch versuchen können ins rechte Kreuzeck zu nageln – ihm wäre das durchaus zuzutrauen – doch letztlich war Schalke in der Chancenverwertung zu leichtsinnig. Damit wurde eine bessere Ausgangssituation verspielt. Das wichtige Auswärtstor fehlt und somit muss nächste Woche ein Sieg her. Und dafür kann von mir aus auch ein indirekter Freistoß herhalten…

Business as usual

So, nach längerer Zeit gibt es hier mal wieder einen Beitrag, in letzter Zeit bin ich nicht dazu gekommen etwas zu schreiben.

Die Wintervorbereitung lief etwas holprig, doch  Testspiele sind Testspiele und auf die sollte man nicht allzuviel geben. Und die Ausrichtung für Schalke war klar: Tore schießen! Weiterlesen

Chancentod

Unglaublich, diese Schalker. Da fehlen einem wirklich die Worte. Lediglich 3:1 haben sie gegen Hannover gewonnen. Die muss man doch aus dem Stadion schießen! Da veranstalten die Fans eine wahnsinnig tolle Choreographie und dann kommt da so ein Murks heraus!

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Sechsundzwanzig Torschüsse. Und nur drei Tore! Und eins davon war ein Elfmeter! Soll vielleicht der Gegner den Ball noch in das Tor tragen?! So kann man doch nicht mit seinen Chancen umgehen, wenn man die Bundesliga und bald auch die Champions League gewinnen will.

Und dieser Huntelaar… Da muss ich den Kopf schütteln. Der wird mit einem Sahnepass bedient, kann den sogar noch gut annehmen und legt ihn sich mit dem Knie zu weit vor. Da ist doch… Also… Boah…

In Zukunft sollte nur noch der di Santo spielen. Jedes Mal, wenn der in der Bundesliga für Schalke getroffen hat, haben die auch gewonnen. So!