Ach Schalke…

Schalke steht ein Umbruch vor. Mal wieder. Das Spiel gegen die TSG war eine Abschiedsvorstellung. Die von Marco „Derbyhöger“, die von Joel Matip „Fußballgott“. Die von Horst Heldt. Dazu die, von denen wir oder diejenigen selbst es noch nicht wissen. Und die von Andre Breitenreiter.

Andre Breitenreiter kam der zu Saisonbeginn und sollte Fans und Mannschaft wieder vereinen. Das hat er auch geschafft, wenn man das Heimspiel der vorherigen Saison gegen Paderborn zum Vergleich nimmt.

Ich bin, was die Personalie Breitenreiter angeht, gespalten. Einerseits: Breitenreiter wollte attraktiven Fußball spielen lassen, schnell den Abschluss suchen lassen. Das hat er nicht wirklich geschafft. Viele Spiele wurden nicht gewonnen, weil eine große taktische Mannschaftsleistung, eine klar erkennbare Spielidee dahinter stand, sondern weil Sane sich den Ball geschnappt hat und an seinen Gegnern vorbeizog. Oder Matip sich über das halbe Spielfeld dribbelte. Diese Dinge kann man Breitenreiter negativ ankreiden, wie auch dass er so manches Mal eine schlechte Leistung schöngeredet hat.

Andererseits wird immer viel von Kontinuität geredet. Nicht nur auf dem Platz, auch auf dem Trainerstuhl. Nun geht ein Trainer nach nur einer Saison, die zwar besser hätte laufen können (bei diesen SCHNECKENRENNEN um Platz 4), aber immerhin auf Platz fünf abgeschlossen wurde. Die direkte Europa-League-Qualifikation wurde in einer Saison erreicht, in deren Vorfeld keine Tabellenplatzierung ausgerufen wurde.

Allerdings: Es kommt eben auch ein neuer Manager. Und dieser hat seine eigenen Vorstellungen von einem Trainer. Warum soll er mit einem Trainer in eine Saison gehen, von dem er nicht 100% überzeugt ist? Der eh schon angezählt ist? Und falls der Manager es doch tut, ihn aber im Laufe der nächsten Saison „entlassen muss“, was dann? Dann ist dieser Manager selbst schon angezählt und daher ist Christian Heidels Entscheidung durchaus nachvollziehbar.

Vielleicht ist ein solcher Neuanfang am besten. In Mainz hat Christian Heidel aus wenig viel gemacht. Junge Spieler günstig geholt, weiterentwickelt, teuer verkauft. Ein Konzept, das in Verbindung mit der Knappenschmiede gut funktionieren würde.

Die ersten Weichen hat Heidel schon gestellt. Für den ablösefreien Matip kommt Naldo, ebenfalls ablösefrei. Ein Innenverteidiger, der sicher nicht das spielerische Niveau Matips, aber eine ganze Menge Erfahrung hat und der dieser jungen Mannschaft Halt geben kann. Das ist kein schlechter erster Transfer.

Neben vielen weiteren Stellschrauben fehlt noch ein Trainer. Eigentlich widerstrebt es mir (gut, „ich“ zahle es nicht), für einen Trainer um die kolportierten vier Millionen Euro (oder wie viel auch immer) Ablöse zu zahlen. Aber gut. Schauen wir mal ab was passiert. Ich hoffe auf Christian Heidel. Und hoffe, dass er Schalke und nicht Schalke ihn schafft.

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