Chancentod Huntelaar? Modeste!

Nach dem Spiel gegen Köln war erst einmal eines angesagt: Durchschnaufen. Denn in den letzten Wochen gab es selten eine so spannende erste Halbzeit in einem Spiel mit Schalker Beteiligung. Gegen Hamburg kassierte Königsblau schon ein sehr frühes Gegentor, noch früher zappelte der Ball aber gegen den FC im Netz. Nach einem Einwurf tankte sich Pierre-Emile Højbjerg im Strafraum der Kölner durch, Maroh wusste sich nicht mehr anders, als mit einem Foul zu helfen – Elfmeter. Nachdem sich Huntelaar in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr als allzusicherer Schütze vom Punkt erwiesen hatte, war eigentlich einmal Johannes Geis als Schütze vorgesehen – doch Huntelaar trat an und traf. Die Reihe „Wunder gibt es imme wieder“ scheint sich fortzusetzen.
Hätte Huntelaar verschossen, wäre es sein fünfter Fehlschuss in Folge gewesen – und er hätte damit einen Negativrekord in der Bundesliga aufgestellt.

Zwanzig Minuten nach dem Elfmeter gab wieder Højbjerg den Assist zum Schalker Tor, dieses Mal legte er den Ball zurück in den Strafraum, wo Max Meyer seinen Gegenspieler austanzte und zum 2:0 einnetzte. Doch es war ein absolut offenes Spiel, das in der ersten Halbzeit eher an eine Partie aus der Premier League erinnerte, so hoch war das Tempo und so schnell ging es von einem Strafraum in den anderen. Modeste hatte mehrere hochkarätige Chancen, die er in bester Huntelaar-Manier vergab. Er allein hätte das Spiel zugunsten des FC entscheiden können.

Aber den Anschlusstreffer markierte Leonardo Bittencourt. Mit 1,71m nicht gerade der größte Spieler in den Kölner Reihen traf er per Kopf. Aogo stand hier nicht nah genug beim Schützen.

Die erste halbe Stunde des Spiels bot mehr aufregende Szenen als das gesamte Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Doch in Halbzeit zwei flachte die Partie etwas ab und Köln kam immer besser ins Spiel. Ralf Fährmann war – mal wieder – der überragende Mann des Spiels. Von neun Schüssen auf sein Tor hielt er acht. Und di Santo traf auch mal wieder. Er sollte in den nächsten Spielen mal die Chance erhalten, sich von Anfang an beweisen zu können.

Schalke springt damit – das Mainzer Spiel mal ausgeklammert –  auf Platz vier. Der kleine Negativtrend scheint nach den Siegen gegen den HSV und den FC Köln gestoppt. S04 kann sich voll auf die Bundesliga konzentrieren und sollte das auch tun. Denn das Programm ist hart.

In den nächsten Wochen stehen noch Duelle gegen die direkten Konkurrenten im Kampf um die Champions-League-Plätze an: Hertha, Gladbach, Leverkusen. Dazu die Spiele gegen die vorrausgeeilten Dortmunder und Bayern, sowie die vom Abstieg bedrohten Augsburger, Hannoveraner und die TSG aus Hoffenheim. Viel ist möglich: von Platz drei bis zum Herausrutschen aus den internationalen Rängen.

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