Die Schatten der Vergangenheit

Eigentlich ist die königsblaue Welt rosarot. Ein Last-Minute-Sieg gegen die Hertha, eine Schalker Mannschaft voller Eigengewächse, die als geschlossenes Team auftritt, dazu Platz 3 in der Tabelle. Doch für eine Person auf Schalke sieht der Himmel ziemlich wolkig aus: Horst Heldt.

Seine Amtszeit neigt sich dem Ende zu, seit kurzem halten sich die Gerüchte, dass der Mainzer Manager Christan Heidel bald auf Schalke seine Brötchen verdient. Ein Angebot liegt ihm wohl schon vor. Schon im Sommer wollte Tönnies Max Eberl aus Gladbach loseisen – vergeblich.

Noch auf der Mitgliederversammlung im Sommer – nach einer katastrophalen Saison – gelobte Horst Heldt Besserung, versprach „1,69 Meter Arbeit“. Und Heldt hat geliefert: mit Breitenreiter wurde ein Coach gefunden, der dem S04 gut zu Gesicht steht, mit Riether/ Caicara und Geis wurden Problemstellen in der Mannschaft gut besetzt. Das Problem ist nur: dies kam zu spät. Schon seit Jahren gab es auf der Position des Rechtsverteidigers nur Uchida und auch auch das defensive Mittelfeld war eine Problemzone. Diese Dinge hat Horst Heldt geregelt. Heldt hat seinen Anteil am aktuellen Höhenflug und er hat auch sicher einige richtige Entscheidungen in der Vergangenheit getroffen. Aber eben auch einige falsche.

In seine Amtszeit als Manager fallen fünf Trainer: Rangnick, Stevens, Keller, di Matteo, Breitenreiter. Auch wenn Heldt nichts für den Rücktritt Rangnicks konnte – das sind für vier Jahre zu viele Übungsleiter. Dazu kommen Transfers wie die von Boateng oder Marica. Allerdings muss Heldt auch zugute gehalten werden, dass er kaum Geld ausgeben durfte – diesen Sommer war das zum ersten Mal anders.

Doch das Vertrauensverhältnis zwischen Aufsichtsrat und Heldt scheint gestört zu sein, die Schatten der Vergangenheit haben Heldt eingeholt. Er selbst hat bereits gesagt, dass er eine Entscheidung getroffen hat und es wird darauf hinauslaufen, dass sich spätestens im Sommer die Wege beider Parteien trennen werden.

Sollte Christian Heidel kommen, wäre dies möglicherweise ein guter Coup. Er hat aus Mainz 05 einen soliden Bundesligaclub gemacht, Trainer wie Tuchel und Klopp hervorgebracht. Vor allem hat er gute Spieler für wenig Geld eingekauft und für gutes Geld verkauft. Damit wäre er für Schalke geradezu prädestiniert. Doch das ist rosarote Zukunftsmusik.

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2 Gedanken zu “Die Schatten der Vergangenheit

    • Das waren Beispiele. Man könnte auch noch Obasi, Sam & Clemens (jeweils Stand jetzt), Santana, Kirchhoff anführen, manche Fans zählen vermutlich auch Szalai und Barnetta dazu.

      Für di Matteo und Boateng wurde eine Menge Geld in den Sand gesetzt.

      Wenn dann die angesprochenen fünf Trainer in vier Jahren dazugenommen werden, kommt das ein oder andere zusammen.

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