Der Neue, belgische Kollegen & letzte Patronen

Jetzt ist er offiziell vorgestellt: Der Neue. André Breitenreiter. Der mit dem „krassesten Außenseiter der Bundesliga-Geschichte“ bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfte. Horst Heldts verschollener Bruder ist da (oder so ähnlich…).

Auf einer PK, in der der Name Wilmots fast öfter fiel, als der des neuen Trainers, machte Breitenreiter einen guten Eindruck. Anfangs kamen die üblichen Floskeln, er sei stolz, einen Verein wie S04 trainieren zu dürfen, etc. .
Auffällig: AB kam häufig auf den Teamgeist zu sprechen. Dass es daran mangelt, konnte jeder in der vergangenen Saison erkennen. Dennoch: Er sprach davon, dass Teambuildingmaßnahmen häufig purer Aktionismus seien. Zusammenhalt müsse sich in einem Prozeß entwickeln. Sicher eine Selbstverständlichkeit, aber Breitenreiter vermittelt, dass das für ihn nicht nur eine Floskel ist. Um dem Rechnung zu tragen, würden auch „harte Entscheidungen“ gefällt; aufgestellt werde nach dem Leistungsprinzip.
Auf die „Stars“ angesprochen und wie er damit umgehen wird, meinte Breitenreiter nur locker: „Wenn man eine klare Spielidee vermittelt, wollen auch Stars gewinnen.“

Über Tabellenplätze spricht Breitenreiter nicht. Er will begeisternden Fußball spielen lassen und man kann sich das mit ihm durchaus vorstellen. Er präsentiert sich ruhig, mit klarer Idee und eigenen Vorstellungen. Ein ‚bodenständiger‘ Typ wie er passt vielleicht besser auf Schalke, als Champions-League-Sieger Di Matteo.  Von dem man aber auch dachte, dass er mit seiner ruhigen Ausstrahlung Schalke helfen könnte.

(ein kleines „Aber“ muss ich hinterherschieben: Wenn ein neuer Trainer bei einem Verein vorgestellt wird, ruft dies in den allermeisten Fällen Aufbruchsstimmung hervor. Kaum ein Trainer sagt von sich, er will emotionslosen  Fußball spielen lassen. Dies ist keine Kritik an André Breitenreiter – ich traue dem Braten nur nicht so ganz, es ist schließlich immer noch Schalke…)

via ruhrbarone.de

via ruhrbarone.de

Noch kurz zu Horst Heldt: Zum Saisonende hatte man Eindruck, seine Zeit auf Schalke wäre abgelaufen. Beim letzten Heimspiel der Saison bekamen er und Tönnies viel Kritik ab. Einige Trainer, unglückliche Transfers: Als Roberto Di Matteo verpflichtet wurde – Heldts Mann – gab es schon Stimmen, dass dies Heldts letzter Schuss sei. (Übrigens meinte Heldt jetzt lächelnd selbst dazu, dass das schon öfter gesagt worden sei! Witzig finde ich das nicht…)

Jetzt hat er noch eine Patrone aus dem Polohemdkragen geschüttelt.

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